„Lesewohnzimmer“ mitten in der Stadt

Das Leseförderungsprojekt „StadtLesen“ lädt bis September 2020 zum Lesen unter freiem Himmel ein und bringt in seinem elften Veranstaltungsjahr Tausende aktuelle Bücher in sieben österreichische Städte.

Das Lesefestival „StadtLesen“ wird heuer in 28 Städten Österreichs, Deutschlands und der Schweiz abgehalten und bietet an jedem Standort ein mobiles Lesewohnzimmer mit über 3.000 Büchern aus allen Genres. Gemütliche Lesemöbel, einen Genussturm, ein Reader's Corner für Lesungen und vor allem freien Zugang zu Büchern aus dem aktuellen Verlagsprogramm von über 125 Verlagen an den schönsten Plätzen der Stadt: Das bietet die Initiative „StadtLesen“. Die BesucherInnen können es sich unter freiem Himmel in Hängematten und auf Sitzpölstern gemütlich machen, selbst schmökern oder den Lesungen bekannter AutorInnen lauschen.

Sieben österreichische LeseStädte

Auch heuer werden wieder die österreichischen Städte Bregenz, Salzburg, Linz, Graz, Wien, Innsbruck und Klagenfurt besucht. Zu den VorleserInnen in Österreich gehören dieses Jahr Stefan Slupetzky, Raphaela Edelbauer und Dominik Barta. Des Weiteren gibt es einen Integrationslesetag, einen Schreibwettbewerb und einen Familienlesetag. StadtLesen entstand aus einer Idee der Innovationswerkstatt Salzburg. Die österreichische UNESCO-Kommission hat die Schirmherrschaft über das Leseförderprojekt übernommen.

Lesezeit schenken

Mit dem Leitsatz „Lesend reisen, reisend lesen“ gründete Sebastian Mettler 2007 eine innovative Hotelkooperation für Unterkünfte mit einem hohen Qualitätsstandard und mit speziellem Literaturangebot sowie einer besonderen (Lese-)Atmosphäre, die Bibliotels. Danach suchte er zusätzliche Möglichkeiten, den Lesegenuss in die Welt zu tragen; dabei war ihm vor allem der freie Zugang zu Büchern ein großes Anliegen. Zwei Jahre später startete die erste StadtLesenTour in Österreich – und der Rest ist erlesene Geschichte.

Ziel des Projektes ist, die „Entphantasierung der Gesellschaft zu behandeln“. Initiator Sebastian Mettler: „Wir haben eine Therapie gegen die Entphantasierung der Gesellschaft geschaffen: lesend eine neue Welt im Kopf erleben.“ StadtLesen versteht sich als Veranstaltungsreihe, die dem Thema Lesen breite Öffentlichkeit bringen will. Das Lesefestival ist so konzipiert, dass eigentlich nichts passiert. Das Lesewohnzimmer wird als Einladung verstanden, sich niederzulassen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu genießen. Lesegenuss wird möglich und erlebbar gemacht, Lesezeit wird geschenkt.

Unsicherheitsfaktor Corona

Für den Fall, dass einzelne Städte, besonders am Anfang der Tour, coronabedingt nicht physisch besucht werden können, arbeitet das Organisationsteam derzeit an einer Idee, wie StadtLesen 2020 trotzdem stattfinden kann – wenn auch in abgeänderter Form. Wir berichten im Fall der Fälle.

LeseStädte
  • Bregenz: Seepromenade, 3. Juli bis 2. August 2020
  • Innsbruck: Maria-Theresien-Straße, 6. bis 8. August 2020
  • Salzburg: Mozartplatz, 20. bis 23. August 2020
  • Linz: Domplatz, 17. bis 20. September 2020
  • Klagenfurt: Neuer Platz, 27. bis 30. August 2020
  • Graz: Hauptplatz, 10. bis 13. September 2020
  • Wien: Platz der Menschenrechte, 3. bis 6. September 2020
Kontakt

Weitere Informationen:

Innovationswerkstatt Sebastian Mettler
Neutorstraße 33
A-5020 Salzburg
Tel.: +43/662/84 10 79
E-Mail: office@stadtlesen.com
Web: www.stadtlesen.com