SOMMERLICHES FREIZEITANGEBOT
Lesen im Park
Neugierig werden die Kinder in einigen Parks ab sofort beobachten, wie junge Leute in blauen T-Shirts mit großen Kisten und Körben auftauchen, Decken ausbreiten, Bücher und Malsachen auspacken. Was kann man da machen? Für wen sind die Bücher? Darf ich auch? Selbstverständlich! Jeder kann kommen und lesen, malen oder sich von den BetreuerInnen und natürlich von den Eltern vorlesen lassen. „Lesen im Park“ ist wieder da!
Die Aktion ist mittlerweile ein „Klassiker“ im sommerlichen Freizeitangebot für Wiener Kinder: Seit 1981 können sie im Rahmen des Wiener Ferienspiels bei diesem außerschulischen Leseförderungsprojekt die ganzen Sommerferien über in Bücherkisten wühlen, lesen oder sich vorlesen lassen, malen, zeichnen, Rätsel lösen und Bücher entlehnen. Ohne Ausweis, ohne Kosten. Das Titelangebot konzentriert sich auf Kinder bis zu 10 Jahren (ältere sind auf dem Kinderspielplatz nicht mehr so häufig anzutreffen) und bietet qualitativ hochwertige und dabei leicht zu lesende, spannende oder lustige Bücher: Bilderbücher, Krimis, Erstlesetexte, Abenteuergeschichten, Sachbücher ...
Der Grundgedanke
Das vom Institut für Jugendliteratur unter Förderung und im Auftrag von WienXtra durchgeführte Projekt konzentriert sich auf Standorte, die attraktive Aufenthaltsorte für Kinder darstellen: Park, Freibad und Spielplatz. Durch die Einbindung von Kinderbüchern in die unmittelbare Anrainer-Umgebung werden Berührungsängste abgebaut und auch jene Kinder erreicht, die noch keinen direkten Zugang zum Buch haben. Das alles geschieht völlig unbürokratisch und unkompliziert.
Der Spiel- und Freiluftcharakter der Aktion hilft außerdem dabei, eine wichtige Basis für zukünftiges Leseverhalten zu schaffen, der lustvolle, unterhaltsame Aspekt des Lesens wird betont. Dazu tragen besonders auch die geschulten BetreuerInnen bei, die den kleinen BesucherInnen vorlesen und mit ihnen spielen und basteln.
Die Stationen
Wie in den Vorjahren werden auch heuer fünf Stationen geführt: der Waldspielplatz im Augarten, der Spielplatz im Kurpark Oberlaa, der Allerheiligenplatz, der Alois-Drasche-Park und das Gänsehäufel beim Kinderschwimmbecken.
Jede Station ist anders: Auf den Waldspielplatz kommen Kinder nur selten ohne erwachsene Begleitpersonen – während am Allerheiligenplatz der überwiegende Teil der jungen BesucherInnen das Angebot alleine nützt. Außerdem besuchen dort und im Alois-Drasche-Park sehr viele Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch „Lesen im Park“. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts: Das „Miteinander-Lesen“ soll das „Miteinander-Leben“ von Wiener Kindern aus allen Herkunftsländern und Kulturkreisen fördern. Die BetreuerInnen sind dabei natürlich besonders gefordert, zwischen den verschiedenen Nationalitäten zu vermitteln und auch Sprachbarrieren abzubauen.
Quelle: Institut für Jugendliteratur

