LESESPASS IN VIELEN SPRACHEN
„Eine Woche, viele Sprachen“
Der Text über Füchse in YEP ist sehr interessant! Manche lesen ihn auf Deutsch, andere auf Türkisch oder Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.
Wir wollen etwas über Krokodile erfahren. Göksel Yilmaz, mehrsprachiger Lehrer in Wien, unterstützt uns dabei.
Bei der Musikstation singen wir mit dem Lehrer Leo: „Alle Menschen suchen einen Freund“ - und das mehrsprachig.
Station Rübenziehen - eine Geschichte in mehr als zehn Sprachen. Zuerst lesen wir die Geschichte - jedes Mal in einer anderen Sprache.
In der Zeitschrift Trio sind Experimente in mehreren Sprachen beschrieben. Zuerst lesen und dann ausprobieren! Wenn wir die Anleitung nicht verstehen, bitten wir die Sprachexperten - das sind unsere Mitschüler - um Hilfe.
Experiment „Luftballonrakete“: Mit der Lehrerin Zülal lesen wir die Anleitung auf Türkisch, und gleich lassen wir die Rakete steigen.
Besuch aus dem Wiener Stadtschulrat: BSI Manfred Pinterits und BSIn Elisabeth Fuchs überzeugen sich vom großen Interesse an diesem Angebot.
Experiment „Papierschlange“
Trio-Chefredakteur Thomas Aistleitner probierte das Experiment „Papierschlange“ aus, obwohl der Versuch nur auf Bosnisch/Kroatisch/Serbisch beschrieben war. Die Kinder erklären ihm den Inhalt.
Die Fotos zeigen Kinder aus der VS 3, Erdbergstraße 76, der VS 10, Bernhardtstalgasse 19 und der VS 14, Lortzinggasse 2. © Nadja Meister
Beinahe schon eine Institution ist der „Lesespaß in vielen Sprachen“ für Buben und Mädchen aus der 3. und 4. Klasse Volksschule in Wien. Vier Tage lang gibt es in der VS Jagdgasse 22 einen Parcours mit fünf Stationen, in denen es um Lesevermittlung geht. In den Übungen und Spielen entdecken Kinder ihre eigene „Literacy“.
Reinhilde Feitl, Direktorin der VS Jagdgasse, Projektleiterin Inge Jelinek und Bezirksschulinspektorin Elisabeth Fuchs haben wieder rund 600 Kinder aus 20 Schulen eingeladen, Lesen in vielen verschiedenen Sprachen auszuprobieren. Die Kinder nützten die Chance und demonstrierten ihre Lesekompetenz in verschiedenen Sprachen.
Begleitet wurden sie von Lehrenden und StudentInnen der Uni Wien im Rahmen einer Übung „Deutsch als Zweitsprache“. Marlene, 20, war eine von ihnen: „Es war sehr abwechslungsreich und hat Spaß gemacht. Ich habe einige Erfahrungen mit Kindern gesammelt.“
Ihre Kollegin Valentina, 20, hat die Kinder drei Tage lang begleitet: „Es war schön zu sehen, wie viel Spaß es Kindern macht, ihre Erstsprache zu benützen. Alle Stationen kamen sehr gut an.“
Neu in diesem Jahr: Bei der Station „Tiere sprechen viele Sprachen“ wird mit den mehrsprachigen WWF-Texten des Buchklubs aus den Philipp- und YEP-Heften gearbeitet.
Wie jedes Jahr wurden auch Versuche aus der mehrsprachigen Zeitschrift „Trio“ ausprobiert. Trio-Redakteurin Sanja Biwald betreute die Station und besprach die Versuche mit den Kindern auf Deutsch und in ihrer Erstsprache Bosnisch.
Die Schülerinnen und Schüler kommen aus verschiedenen Wiener Volksschulen klassenweise an, begleitet von ihren Lehrerinnen. Dann aber lösen sich die Verbände auf, und das Programm wird in spontan entstandenen Kleingruppen absolviert. Am Ende hat jedes Kind jede Station kennengelernt. Begleitet werden die Kinder dabei von StudentInnen der Universität Wien.
Um dem anhaltenden Interesse der Schulen an diesem Event entgegenzukommen, wird überlegt, mit den Lesespaß-Materialien Veranstaltungen an anderen Schulen anzubieten.


