Auf Kriegsfuß mit den Buchstaben

Von Ines Wagner

Viele Kinder haben Probleme, das Lesen und Schreiben zu erlernen. Manche mehr, manche weniger. Einige von ihnen leiden an einer Lese- und Rechtschreibstörung, an Legasthenie. Doch was genau bezeichnet dieser Begriff? Was sind die Symptome? Was die Ursachen? Und wie kann ein legasthenes Kind gefördert werden?

Mädchen verzweiofelt über Büchern

Vorab: Legasthenie ist keine Erkrankung, keine Behinderung und legasthene Kinder sind weder faul noch dumm. Legasthenie zählt zu den sogenannten umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten und definiert sich als deutliche Beeinträchtigung des Erlernens des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens (Dyskalkulie). Dr. Astrid Kopp-Duller, Legathenietrainerin, erklärt den Begriff: „Ein legasthener Mensch, bei hoher oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole, wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.“ Es kann vorkommen, dass sich die Störung nur auf die Rechtschreibfertigkeit bezieht, das Lesen aber keine Mühe bereitet. Im Erwachsenenalter verbessert sich in der Regel die Lesefähigkeit, das Defizit beim Rechtschreiben bleibt häufig bestehen.

Das Erkennen von Legasthenie

Um festzustellen, ob bei einem Kind tatsächlich Legasthenie vorliegt, müssen zwei Kriterien erfüllt sein: Die Leistung beim Lesen und Schreiben ist niedriger als bei Gleichaltrigen und sie ist deutlich schwächer, als es der Intelligenzquotient erwarten ließe. Vorab muss als Grund für die Schwierigkeiten schlechte Schulbildung, eine psychische oder neurologische Erkrankung oder eine Sinnesbehinderung (z. B. Schwerhörigkeit oder Sehbehinderung) ausgeschlossen werden. In diesem Fall würde man von einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) sprechen.

Folgt man den Ausführungen des österreichischen Dachverbandes für Legasthenie, so sind die häufigsten Fehler von Legasthenikern Wahrnehmungsfehler, wie Auslassungen (geich), Hinzufügen (geleich), Reihenfolge (geilch), Vertauschen optisch bzw. akustisch unterscheidbarer Buchstaben (dald, kleich), Dehnungs- und Schärfungsfehler (schwihmen, küsen) sowie Merk- und Speicherfehler (geläufige Wörter werden falsch geschrieben, gleiche Wörter im Text werden unterschiedlich geschrieben (vür, wier, fon).

Genetische Veranlagung als Ursache

Lange wurde vermutet, dass diese Schwierigkeiten nur mit schlechter Ausbildung und Faulheit zu erklären sind, heute hat die Forschung ausreichende Erkenntnisse erbracht, dass die Lese-Rechtschreib-Störung hauptsächlich genetisch bedingt ist. Allerdings sind Faktoren wie Früherkennung bzw. –förderung und Sozial- und Umweltkriterien auch ausschlaggebend. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein genetisch vorbelastetes Kind durch frühe Förderung das Ausbrechen der Störung umgehen kann.    

Früh erkennen und schnell handeln

Die Früherkennung von Lese- und Schreibschwierigkeiten ist immens wichtig, denn wenn schnell mit Therapie und Förderung und vor allem mit viel Verständnis geholfen wird, kann sich das Kind positiv entwickeln. Ständiges, quälendes Üben steigert nur die Frustration, in den wenigsten Fällen aber die Leistung. Darüber hinaus ist es für die ganze Familie, besonders natürlich für das Kind sehr belastend. Mit einem Test, der die Sinneswahrnehmung und die Aufmerksamkeitsfähigkeit untersucht, kann sehr präzise herausgefunden werden, ob eine Legasthenie vorliegt. Nur mit Verständnis, Einfühlungsvermögen, individueller Einzeltherapie und einer guten Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Legasthenietrainer sind schnelle Erfolgserlebnisse möglich. Diese sind enorm wichtig für die Motivation des Kindes. Damit sich die psychische Zusatzbelastung in Grenzen hält, ist der familiäre Rückhalt äußerst wichtig. Das legasthene Kind braucht viel Anerkennung von den Eltern, es muss sich geliebt fühlen, trotz schlechter schulischer Leistungen.
Mittlerweile gibt es gezielte Übungen, die auf eine Aufmerksamkeitssteigerung, aber auch die Verbesserung der Sinneswahrnehmungen abzielen. Vorteilhaft ist ein bildlicher Umgang mit Buchstaben, aber auch der Einsatz von Computern erzielt sehr gute Ergebnisse.

Am wichtigsten sind aber der respektvolle Umgang mit legasthenen Menschen, die emotionale Stärkung und die gesellschaftliche Integration. Legastheniker entwickeln häufig eine außergewöhnlich starke Persönlichkeit. Sie werden früh mit Problemen konfrontiert und zeichnen sich durch eine hohe Akzeptanz und Lösungsfähigkeit aus. 

 
Erstellt von: Aisha am 20.06.2012 21:23 6 Antworten Antwort

Legastenie klingt gut und ich weidf was es heidft und auch beueetdt . Ich habe mich belesen was die Ursachen sein kf6nnen und .Aber warum ist es so schwer das die Schule da nicht mit geht , das immer und immer wieder schlechte Noten gegeben werden und der Satz Du musst besser und gewissenhafter Lesen unter Arbeiten steht. Das Kind vf6llig traurig und verzweifelt nach Hause kommt , obwohl es zuse4tzlich Stunden daffcr gefcbt hat.Wie soll man es erkle4ren wenn mein Sohn mit einer vier, ffcnf oder sogar einer sechs kommt. Und sagt Schule ist doof ich kann ja machen was ich will , dcbe ich bekomme ich eine schlechte Note fcbe ich nicht bekomme ich auch eine schlecht Note.Dann hat man ersteinmal am Selbstwert Geffchl zu areiten und das fcben fe4llt nach hinten.Manchmal ist man vf6llig fcberfordert und verzweifelt, aber es muss weiter gehen.Mit freundlichen Grudf Klose

Erstellt von: Law am 28.07.2012 19:27 Antwort

eine kleine Anmerkung zum Drogenthema .ich bin da nicht vrenuwdret, da das was nicht verboten ist in der Regel halt nicht so interessant ist, vor allem bei jungen Leuten wo der Reiz des Verbotenen fast schon eine magische Anziehungskraft. Hast Du eigentlich gewusst das das erste Auto von Henry Ford aus Hanfplastik war der wesentlich he4rter als Stahlblech ist und er sich inmitten seines riesigen Hanffeldes mit seinem Auto hat ablichten lassen? Das das tf6rnende Hanff6l sich als wahres Wundermittel bei der Heilung von Krebs erwiesen hat? Das Hanf sogar ausgelaugte bf6den wieder auf vordermann bringen kann, da Ihre Wurzeln das Erdreich so schf6n auflockern? Das Hanf fcberhaupt eine der wertvollsten Pflanzen unseres Planeten ist, die perverserweise durch eine infame Kampagne von Herrn Dupont der ein Waldgrodfgrundbesitzer war und Papier natfcrlich aus Holz statt aus Hanf wollte, diese wunderbare Pflanze gezielt deshalb in Midfkredit gebracht hat, was bis heute nachwirkt? Kann man alles zum Glfcck selbst fcberprfcfen ;) Hanf ist eine Superpflanze und wunderschf6n ist Sie obendrein ich liebe Sie jedenfalls und konsumiere ihre Blfcten seit fcber 30 Jahren und mir geht es bestens (wenn ich das gesoffen he4tte was ich verraucht habe, we4re ich bestimmt schon tot oder ein Wrack) bin aufgrund des Hanfkonsums so gut wie nie krank und meistens sehr gut gelaunt :)Und allen Biertrinkern die fcber Kiffer herziehen sag ich immer(das ist ein echter Spadf ffcr mich): Im Bier ist Hopfen und Hopfen gehf6rt zur Familie der Cannabisgewe4chse .Ihr seid also auch Kiffer dann ist immer erst mal grodfes Schweigen aber danach we4chst die Toleranz gegenfcber Kiffern daffcr ungemein..;)Halt die Ohren steif, Maik jetzt bau ich mir noch ne schf6ne Tfcte und mach es mir so richtig gemfctlichIn diesem Sinne alles Gute einstweilenBernd

Erstellt von: Emmanuel am 02.09.2012 11:34 Antwort

Raus aus dem Alltagsstress, der Hektik und dem Le4rm. Spfcren Sie die Energie und Ruhe die uns unsere Bergriesen vetitmreln. Ffchlen Sie sichfrei und geborgen in mitten der schf6nen Natur. Dank dem heutigen Stand der Technik ist es uns mf6glich die Berge nicht nur als Wanderer,sondern auch als Biker zu erklimmen. We4hlen Sie Ihre ganz persf6nliche Route, ob gemfctlich um die Berge herum, oder direkt fcber die hohenGipfel. Alles ist mf6glich egal ffcr welche Tour Sie sich entscheiden, Sie werden begeistert sein und mit einem Le4cheln in Ihr Alltagslebenzurfcckkehren :-) Ich liebe meinen Beruf als Guide und habe deshalb mein Hobby zum Beruf gemacht ::appi.at

Erstellt von: Brynell am 06.10.2012 00:27

Posts like this brighten up my day. Thanks for tankig the time.

Erstellt von: Larry am 17.03.2013 06:50

Ich habe meinem kelinen Bruder viel vorgelesen. Der ist jetzt in der 2. und liest unserer Schwester vor, die ist drei. Mathilde mag auch schon Hf6rbfccher, besonders im Auto. So hf6ren wir gerade das ganze alte Baby-Zeug (z. B. Petterson, Conny lernt schwimmen). Das nervt uns, aber Mama sagt dan immer: Als Du in dem Alter warst fandest Du das auch toll. Julius (10)

Erstellt von: Denis am 16.03.2013 18:21 Antwort

Hmm, ich w rd mir da jetzt keinen Stress meahcn Ab und an fehlen halt ein paar W rter, liegt meistens daran, dass man eben viel schneller denkt, als man tippt.. Und solang du ber die Texte nochmal dr berliest, gibt es eh kein problem Und man lernt ja auch daraus. Ich versuch bei meinen Texten auch immer anders zu schreiben, l sst sich an manchen Stellen zwar nicht vermeiden, dennoch sind so Sachen wie Wortwiederholungen oder hnliche S tze hintereinander nicht gut. Wenn man aber st ndig neue Formulierungen (keine Wortneusch pfungen xD) sucht und findet, lernt man dazu. =)

Erstellt von: Tatiana am 16.03.2013 22:17 Antwort

Eeeey, sie schnfcffeln!??? :) Na ja, also ich meine, so schlimm ist's bei mir nicht. Aber so zwdechsniurch ist's schon mal ganz witzig Erwachsene die Alten zu nennen Vor ein paar Tagen wollt ich mal wieder sagen: Alteeer, das geht ja mal gar nicht! -ich so angefangen: Alteeer, , doch weiter kam ich nicht, denn mein Vater ffcphlte sich angesprochen und sagte: Was denn!? Ich konnte nicht mehr vor lachen! MfG Sarah B.

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Veranstaltungen
Hier finden Sie eine Reihe von Veranstaltungen rund ums Thema Literacy.

Unterrichtsmaterialien
Kopiervorlagen, Orientierungsaufgaben u.v.m.: Hier finden Sie Materialien zur Leseerziehung im Unterricht.

TIPPS FÜR DIE SCHULSITUATION

  • möglichst vorne sitzen, keine Ablenkung für genaue Wahrnehmung
  • nur freiwillig vorlesen oder an die Tafel
  • Sonderregelungen: nur sinnvolle Hausübungen
  • Lob für Lernfortschritte
  • kein „rotes Blatt“ bei Korrekturen
  • übersichtliche Angaben bei Aufgaben
  • mehr Zeit beim Arbeiten
  • in Oberstufe: Zulassen von modernen Hilfsmittel (Computer mit Sprachausgabe, Hörmedien, Schreibprogramme mit automatischer Rechtschreib- und Grammatikprüfung usw.)

 

 

LITERATUR

Coverabbildung

Prof. Dr. med. Schulte-Körne, Gerd
Ratgeber Legasthenie
:
Frühzeitig erkennen. Richtig reagieren. Gezielt behandeln.


304 Seiten
ISBN: 978-3426798331
Droemer Knaur, 2009
Preis: € 9,20

LITERATUR

Coverabbildung

Günther Thomé

ABC und andere Irrtümer über Orthographie, Rechtschreiben, LRS/Legasthenie

124 Seiten
ISBN: 978-3942122054
ISB-Oldenburg, 2011
Preis: € 10,10