Googles E-Books

Von Michael Achleitner

Google verkauft über seinen Onlineshop „Google Play“ nun auch in Deutschland elektronische Bücher. Der Zugriff auf E-Books ist sowohl über Browser als auch über Apps für Tablets und Smartphones möglich. Österreich hat auf das Google-Bücherservice noch keinen Zugriff. Lohnt sich das Warten?

Google eBooks

Neben Amazon und Apple ist nun auch der dritte große Internetkonzern ins Buchgeschäft eingestiegen. Der Suchmaschinengigant aus Kalifornien hat am 14. Juni 2012 seinen deutschen E-Book-Shop eröffnet. Zum Start gibt es überwiegend Bücher der Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) und Bastei Lübbe, aber auch Titel von C. H. Beck oder Klett Cotta.

Lesen via App oder Browser

Der Kauf der Bücher ist auf Android-Geräten über den integrierten Online-Shop „Google Play” möglich. Der Aufbau des digitalen Buchladens ist mit dem der anderen App-Bereiche identisch, die E-Books sind nach Rubriken oder Kategorien wie „Angesagt” oder „Neue Unterhaltungsliteratur” geordnet. Alternativ können Googles E-Books auch direkt über jeden Web-Browser gekauft werden. Die Bezahlung erfolgt über das eigene System „Google Wallet”, zum Kauf sind ein Google-Account und eine Kreditkarte erforderlich. Leseproben aller Bücher können kostenlos bezogen werden.

Bedingt durch Apples App-interne Verkaufspolitik ist ein E-Book-Kauf in der iPhone- und iPad-App nicht möglich. Gelesen können bereits gekaufte Bücher über spezielle Lese-Apps dann aber doch auch am iPad oder iPhone. Dieser Vorgang funktioniert analog zu Amazons iPad-Leseapp. Zusätzlich kann man E-Books bei Google in den Formaten E-Pub und PDF herunterladen und auf allen E-Readern lesen, die Adobes Kopierschutzsystem Digital Editions unterstützen. Viele Lesegeräte von Sony, iRiver, Aluratek und Kobo unterstützen diese Technik, allein Amazons Kindle nicht.

Ein Buch auf allen Devices

Einmal gekauft, sind Googles E-Books – ähnlich wie bei Amazon – auf allen Geräten mit entsprechenden Google-Anwendungen (Android-Smartphones und Tablets, iPhone, iPod Touch, iPad) verfügbar. Man kann von überall auf seine Bücher zugreifen, eingegebene Notizen, Markierungen und die Lesepositionen synchronisiert Google fortwährend im Hintergrund. Ruft man ein eben im Browser geöffnetes E-Book in der iOS-App auf, zeigt die Google-Software die zuletzt gelesene Seite samt allen Anmerkungen (siehe Video rechts).

Fazit

Als Leser und Anwender kann man sagen, dass Google nun das Gleiche bietet wie Amazon und Apple bereits seit geraumer Zeit, sieht man einmal davon ab, dass der Google-Buchladen zum Start noch nicht allzu reichlich bestückt ist. Natürlich lauert bei Google im Hintergrund noch die Unzahl der selbst gescannten Titel, sodass die Zahl gemeinfreier Bücher im Google-Archiv größer ist. Aufgrund der urheberrechtlichen Rahmenbedingungen kann auf rechtlich geschützte Titel jedoch nicht kostenlos zugegriffen werden. Auch die Google-E-Books leben nur innerhalb ihres Universum, so wie bei den anderen Anbietern. Mit der Software für alle Plattformen können die Google-Bücher zwar überall gelesen, aber nicht mit Fremdgeräten oder Fremdsoftware genutzt werden. Lediglich für Android-Anwender ist der Weg zu Kauf-E-Books nun kürzer geworden.


Quellen: Spiegel.de, Literaturcafe.de

 

Veranstaltungen
Hier finden Sie eine Reihe von Veranstaltungen rund ums Thema Literacy.

Unterrichtsmaterialien
Kopiervorlagen, Orientierungsaufgaben u.v.m.: Hier finden Sie Materialien zur Leseerziehung im Unterricht.

INTRODUCING GOOGLE E-BOOKS