4.4 Zitieren

Zitate in deiner VWA sind Aussagen, die nicht von dir selbst stammen, sondern aus der von dir gelesenen Literatur. Sie sollen deine Argumentation stützen. Sie beweisen, dass du dich mit der Fachliteratur auseinandergesetzt hast.

Werden fremde Texte nicht zitiert, liegt ein Plagiat vor. Dieses kann zu einer negativen Beurteilung der VWA führen.

Man unterscheidet zwischen wörtlichen Zitaten und sinngemäßen Zitaten. Bei wörtlichen Zitaten darf der Wortlaut nicht geändert werden, die Textpassage steht in Anführungszeichen. Bei sinngemäßen Zitaten werden fremde Inhalte mit eigenen Worten zusammengefasst, der ursprüngliche Sinn muss jedoch erhalten bleiben. Ein sinngemäßes Zitat steht nicht in Anführungszeichen, es wird im Quellenverweis durch ein „vgl.“ (für „vergleiche“) gekennzeichnet.

Fremde Texte müssen so zitiert werden, dass sie jederzeit gefunden und nachgelesen werden können. Die Quellenangaben – also wo du die Zitate gefunden hast – können in deinem Lauftext stehen oder auch in Fußnoten oder Endnoten, sie enthalten Informationen über Autor, Titel bzw. Erscheinungsjahr des Werks und die Seitenzahl des Zitats. Generell unterscheidet man zwischen der Harvard- und der deutschen Zitierweise. Beide Formen entsprechen den üblichen Konventionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz für wissenschaftliche Arbeiten.

Harvard-Zitierweise (Zitieren im Text):
Bei dieser Zitierform wird die entsprechende Quelle direkt im Text ausgewiesen und in Klammern nach dem entsprechenden Zitat wie folgt dargestellt: (Name Jahr, Zitatstelle).
Beispiele:
Direktes Zitat: (Pöchhacker 1994, S. 10)
Indirektes Zitat: (Vgl. Pöchhacker 1994, S. 10)

Deutsche Zitierweise (Zitieren in Fußnoten)
Bei Anwendung der deutschen Zitierweise werden die Quellen nicht im Fließtext, sondern in den Fußnoten genannt. Dort werden die Angaben folgendermaßen ausgewiesen: Name (Jahr), Zitatstelle. Es ist besonders darauf zu achten, dass jede Fußnote mit einem Punkt abschließt.
Beispiele:
Direktes Zitat: Pöchhacker (1994), S. 10.
Indirektes Zitat: Vgl. Pöchhacker (1994), S. 10.

Steht ein Zitat über zwei Seiten im Originaltext, so fügt man der Seitenzahl ein „f.“ (für „folgende“) an, bei mehr als zwei Seiten ein „ff.“ oder auch die genaue Seitenangabe (also S. 18 ff. oder S. 18–25) hinzu.

Zitieren aus elektronischen Medien
Der Verweis auf Dokumente aus dem Internet ist genauso aufgebaut wie alle anderen bislang vorgestellten Quellen, d. h., es wird zunächst der Autor, Jahr und Titel angegeben. Hinzu kommen die vollständige Internetadresse und das Abrufdatum. Webseiten lassen eine Seitenangabe nicht zu. Allerdings finden sich in längeren Dokumente oft Links, die ein Springen an eine andere Stelle innerhalb dieses Dokuments ermöglichen. Solche Textstellen werden als Anker bezeichnet und mit einer Raute angegeben.

Online-Quellen (Webseiten, PDFs):
Nachname, Vorname (Publikationsjahr, wenn vorhanden, sonst o. J.): Titel des Dokuments/der Seite. Untertitel, URL: , Seite von bis (falls vorhanden – bei PDF immer vorhanden), Stand: Datum des Zugriffs.
Beispiel: Götz, Sandra (2016): Was macht LingArts?, URL: www.lingarts.com/was-macht-lingarts/, Stand: 02.05.2016.

Passagen aus E-Books werden im Text mit sogenannten „Positionen” zitiert. Statt der Seitenzahl wird beim Zitieren die Position angegeben. Da diese aber bei jedem Lesegerät anders und an bestimmter Stelle angezeigt werden, ist es wichtig, im Literaturverzeichnis anzugeben, welchen Reader man verwendet.Lässt sich bei bestimmten Geräten keine Position oder dergleichen finden, so wird im Text bzw. in der Fußnote das Kapitel zitiert.

Die vollständigen Quellenangaben (Autor, Titel des Werks, eventl. Untertitel, Verlag, Ort, Seitenzahl) sind im Literaturverzeichnis am Ende der VWA anzuführen. Bei Online-Quellen ist außerdem das Datum des letzten Zugriffs anzugeben.

Detaillierte Angaben zum richtigen Zitieren findest du im Download-Bereich (rechts).

Jessica und ihre VWA


Im Video werden die persönlichen Eindrücke und die Meinung von Vbloggerin Jessica wiedergegeben. Diese müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion und der Herausgeber decken.