Literacy in der neuen Kommunikationslandschaft

Mitte Juli wurde in Klagenfurt die Europäische Konferenz des Lesens und Schreibens abgehalten. Rund 300 Expertinnen und Experten haben sich zusammengefunden, um das Lesen in der Gegenwart – und in der Zukunft – zu diskutieren.

Bücher auf Zugsesseln

Unter dem Tagungstitel „Literalität in der neuen Kommunikationslandschaft: Forschung, Vermittlung und Alltag“ (Literacy in the new Landscape of Communication: Research, Education and the Everyday“) sollten PraktikerInnen aus der außerschulischen und schulischen Lese- und Schreibförderung aller Altersgruppen, ForscherInnen, PädagogInnen, Studierende, BibliothekarInnen, in der Aus- und Fortbildung Tätige und alle am Lesen und Schreiben Interessierte zusammengebracht werden.

Die internationale Tagung findet alle zwei Jahre (2013: Jönköping, Schweden; 2017: Madrid) mit rund 300 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt statt. Mit einer Mischung aus Vorträgen, Workshops, Poster-Präsentationen sowie einem ansprechenden Rahmenprogramm am Wörthersee wurde auch heuer versucht, allen Ansprüchen gerecht zu werden.

Neue Formen der Literalität und ihre Auswirkungen

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage, was die traditionellen und neuen Formen der Literalität in unserer gegenwärtigen Kommunikationslandschaft für Forschung, Unterricht, Vermittlung und Förderung von Schreiben und Lesen bedeuten.

Als Keynote-Speakers konnten Teresa Cremin (The Open University, UK), Jennifer Rowsell (Brock University, Canada), Shelley Stagg Peterson (Vorstandsmitglied der International Literacy Association) und der österreichische Autor Joseph Winkler gewonnen werden.

Ergebnisse der aktuellen Forschung

Die Konferenz bot ein internationales Forum, um die Ergebnisse der aktuellen Forschung rund um Literalität einerseits sowie Konzepte und Erfahrungen mit konkreter Lehr-, Unterrichts-, Vermittlungs- und Projektarbeit andererseits vorzustellen und zu diskutieren.

Disskutiert wurden u. a. die Chancen und Herausforderungen im familiären Umfeld (Family Literacy), in Kindergärten, in und außerhalb von Schulen, in Einrichtungen der LehrerInnenaus- und -fortbildung, in Bibliotheken und Literaturhäusern, in Textdesign und -publikation, in (fiktionalen und nicht-fiktionalen) Medienangeboten, in sozialen Medien und in formellen wie informellen Settings.

Was macht Literatur heute aus?

Österreich gilt als sehr traditionell ausgereichtet, wenn es um Lesepädagogik geht. Anders sieht es etwa in den USA oder in Finnland aus, wo auch andere Medien wie Filme oder Apps und Videospiele in den Unterricht einbezogen werden. Was also macht Literatur heute aus? Wenn sich das Lesen durch die Kommunikationsformen verändert, ist schließlich auch die Forschung gefragt, die auf diese Entwicklungen reagieren muss.

Zusammenfassungen und weitere Informationen findet man auf der Website der Austrian Literacy Association (ALA): www.lesenundschreiben.at