„Mein Hobby als VWA- Thema: Pfeilgiftfrösche”

David Hubner erzählt über seine Erfahrungen beim Erstellen seiner vorwissenschaftlichen Arbeit im Unterrichtsfach Biologie und Umweltkunde.

Literacy.at: Wie bist du auf dein Thema gekommen, wurdest du bei der Themenfindung beraten?
David: Ich beschäftige mich nun schon seit drei Jahren mit Pfeilgiftfröschen und habe mittlerweile zehn Terrarien und sechs verschiedene Froscharten zu Hause, die ich auch erfolgreich nachzüchte. Daher war es für mich von Anfang an naheliegend, dass ich eine VWA schreibe, die auf mein Hobby Bezug nimmt.

Wenn du nicht über dieses Thema geschrieben hättest, welches wäre es dann geworden?
Ich hätte dann ein vollkommen anderes Thema gewählt, das sich allerdings ebenfalls auf ein Hobby von mir bezogen hätte: auf das Musikspielen in der Musikkapelle. Ich hätte hier gerne untersucht, welche Rolle eine Musikkapelle in der Tradition in einem Ort/Dorf spielt.

Deine Meinung: Das Thema eher allgemein halten oder lieber eng ziehen?
Da es ja nach oben eine Begrenzung mit 60.000 Zeichen gibt, ist es fast unmöglich, ein Thema allgemein zu beleuchten. Auch ich habe in meiner VWA nur Teilbereiche der Haltung und Aufzucht der Pfeilgiftfrösche beleuchtet – und selbst da musste ich schon kürzen. Also muss man mehr oder weniger ein engeres Thema wählen, da man sonst (wenn man wirklich genau arbeitet) sicher die Zeichenanzahl überschreiten würde – und das ist ja nicht erlaubt.

Wann hast du mit deiner VWA begonnen?
Für mich war seit der sechsten Klasse klar, dass ich meine VWA über die Pfeilgiftfrösche schreiben werde. Daher habe ich in den Sommerferien zwischen der sechsten und siebenten Klasse schon die ersten Versuche zum Kaulquappenwachstum durchgeführt. Auch mit den Experteninterviews habe ich in dieser Zeit begonnen. Mit dem Schreiben der Arbeit habe ich im August vor der achten Klasse angefangen und eigentlich jeden Tag daran geschrieben. Die Rohfassung war nach drei bis vier Wochen fertig.

War es schwierig für dich, die Termine zu halten?
Es war für mich nicht schwierig, die Termine einzuhalten, da ich ja den Großteil der Arbeit in den Sommerferien erledigt habe und somit danach nur mehr daran gefeilt werden musste.

Welche Aufgabe kam deiner Betreuungslehrerin zu? Fühltest du dich gut betreut?
Ich habe mich durch meine Betreuungslehrerin durchaus sehr gut betreut gefühlt. Sie half mir sehr dabei, die Arbeit etwas „wissenschaftlicher“ zu machen, zum Beispiel mit dem Hinweis, dass ich auch etwas auf die Systematik der Tiere eingehen sollte.

Welchen Bereich des Arbeitens hast du am schwierigsten gefunden?
Am schwierigsten war das genaue Einhalten der formalen Richtlinien. Keinen Fehler beim Zitieren zu machen, alles einheitlich zu halten und das Layout annähernd perfekt zu gestalten war eine Arbeit, die sich schon als etwas schwieriger herausgestellt hat, als ich zuvor gedacht habe.

Hast du es während des Arbeitens bereut, dieses Thema ausgewählt zu haben? Wenn ja, warum?
Ich habe es definitiv nicht bereut, dieses Thema gewählt zu haben, und würde auch noch eine Arbeit schreiben, in der ich die anderen Facetten meines Themas beleuchten könnte.

Welche Tipps kannst du zur Präsentation der VWA geben?
Eine Präsentation lebt von Anschauungsmaterial! Je mehr man zum Anschauen und Anfassen mitbringt, umso eindrucksvoller ist die Präsentation!

Dein persönlicher Tipp für alle, die ihre VWA noch vor sich haben?
Am wichtigsten ist, dass man ein Thema wählt, dass einen selber so interessiert, dass man gerne dazu bereit ist, sich über fast zwei Jahre damit auseinanderzusetzen. Und wenn man mit dem Schreiben in den Sommerferien vor der achten Klasse beginnt, wird es zum Schluss sicher nicht mehr so stressig und man kann der Arbeit entspannt den letzten Feinschliff geben.