Neue Schülerzeitschriften
und Bücher

Lehrerinnen und Lehrer bei der Leseförderung zeitgemäß unterstützen – das versuchen ab sofort Jugendrotkreuz und Buchklub mit neu entwickelten Zeitschriften und Büchern. Damit erweitert sich das bestehende Angebot an Schülerzeitschriften ab September um fünf Titel.

Mädchen und Buben bei Lesen der neuen Zeitschrift „Meine Welt”

Mit dem Lesenlernen fängt es an, und für jedes Unterrichtsfach ist Lesen eine Voraussetzung. Am Lesen wird die Schule gemessen. PISA und PIRLS – was auch immer getestet wird, steht und fällt mit der Lesekompetenz. Denn wer nicht gut lesen kann, tut sich mit der Schlussrechnung schwer und steht ratlos vor einer Landkarte.

Von ihren Gründungen weg haben das Jugendrotkreuz und der Buchklub das Lesen gefördert – mit ihren Zeitschriften und Büchern. In der Volksschule waren Buchklub und Jugendrotkreuz trotz verschiedener Produkte immer auch Partner. Als Kooperation Gemeinsam lesen bündelt man nun die Kräfte, anstatt einander Konkurrenz zu machen. Beide Organisationen stützen sich auf freiwillige Mitarbeit, beide sind Vereine und nicht gewinnorientiert. Die Zeitschriften von „Gemeinsam lesen“ sind deshalb auch zu 100 % ­gemeinnützig.

Die Titel „Spatzenpost“, „Lux“, „JÖ“ und „TOPIC“ gehören dem herausgebenden „Jungösterreich“ Zeitschriftenverlag – die Zeitschriften sind auch weiterhin erhältlich. Nach dem Ausstieg von Jugendrotkreuz und Buchklub bei diesen Zeitschriften mussten neue Titel gefunden werden. Schließlich wollte man auch inhaltlich neue Wege gehen. Die Zeitschriften neu denken, an die aktuellen Erfordernisse anpassen, so lautete der Auftrag. Es enstanden „Hallo Schule!“, „Meine Welt“, „Mein Express“, „Space“ und „Spot“.

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Das Angebot für die Primarstufe

Die Volksschule ist die älteste „Spielwiese“ des Jugendrotkreuzes. Das „Kleine Volk“ lässt sich bis in die 1920er-Jahre zurückverfolgen. Doch jetzt starten Jugendrotkreuz und Buchklub mit einem gemeinsamen Angebot, das sich neue Ziele setzt. Denn die Schule ist längst nicht mehr dieselbe. Die Anforderungen haben sich geändert.

„Schulklassen werden immer heterogener“, weiß Renate Hauser, Bereichsleiterin des Jugendrotkreuzes, „und die Wissenschaft hat längst herausgefunden, dass Kinder individuelle Förderung brauchen, sowohl die begabten als auch die mit anderen Bedürfnissen.“ Ziel bei der Konzeption der neuen Zeitschriften war es, Lehrenden Medien an die Hand zu geben, mit denen sie alle Kinder in der Klasse erreichen. Entstanden sind daraus für die Volksschule „Hallo Schule!“ (für die 1. Klasse), „Meine Welt“ (2. Klasse) und „Mein Express“ (3. und 4. Klasse).

Dafür wurde auf mehreren Ebenen erneuert:

  • Alle drei Zeitschriften haben in jedem Erscheinungs­monat dasselbe Schwerpunkt­thema.
  • Alle drei Zeitschriften haben „skalierte“ Artikel zum selben Thema, aber mit unterschiedlichem Anspruch.
  • Alle drei Zeitschriften bieten Inhalte auf Englisch.
  • Lehrende erhalten in jedem Erscheinungsmonat alle drei Zeitschriften als Handexemplare, egal welche der drei sie in der Klasse verwenden. So können sie bei Bedarf auf die Inhalte der jeweils anderen Zeitschriften zurückgreifen.

Eine weitere Neuigkeit stellt das Kombi-Abo aus den Zeitschriften und Büchern dar. So gibt es zu „Hallo Schule!“, „Meine Welt“ und „Mein Express“ zweimal im Schuljahr ein Buch mit 72 Seiten. Als Ergänzung zum Lesebuch bringen auch die Zeitschriften aktuelle Themen in die Klassen. Nicht jede Lehrerin oder jeder Lehrer soll Aktuelles einzeln und für sich alleine recherchieren müssen. Alle „Gemeinsam lesen“-Zeitschriften berücksichtigen den unterschiedlichen Bildungsstand und die unterschiedliche Lesekompetenz der Kinder. Von der 1. bis zur 4. Klasse – also schulstufendifferenziert.

Die Zeitschriften von „Gemeinsam lesen“ fördern aber nicht nur Lese- oder auch MINT-Kompetenzen, sondern entsprechend dem Lehrplan auch Sozialkompetenzen. Das macht sie nicht nur für den Unterricht und für zu Hause, sondern auch für das Sozialleben in der Schule geeignet. Wo immer es möglich ist, transportieren die Beiträge eine „Haltung des Helfens“.

Und zu guter Letzt bietet das neue Programm Englisch ab der 1. Klasse integrativ und in „Mein Express“ mit dem „Winston-Express“ noch eine 8-seitige englischsprachige Beilage zu jeder Ausgabe – und das ohne Aufpreis!

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Das Angebot für die Sekundarstufe

Die 5. und 6. Schulstufe siind eine besondere Herausforderung. Handelt es sich doch zur Hälfte um Kinder, die in einer neuen Schule angekommen sind, in einer neuen Klasse mit Fachunterricht. Kinder, die zum Teil noch nicht perfekt lesen können. „Space“ bietet ihnen viele kurz gehaltene Texte, die aber nicht inhaltlich beschnitten sind. Es kommt nicht darauf an, wie lang ein Text ist, sondern was er sagt. Um Themen zu vertiefen, gibt es in jeder Ausgabe einen Schwerpunkt über 6 bis 8 Seiten.

Auch in den Druckmedien führt kein Weg an den digitalen Medien vorbei. Spätestens in der 4. Klasse haben Volksschul­kinder ein eigenes Handy. WhatsApp-Gruppen werden dann für die Kinder ebenso wie die eigenen Instagram- und Facebook-Accounts zum wichtigen Kommunikationsmittel! Konfrontiert werden die Kinder aber auch mit Kettenbriefen, die beunruhigen und ängstlich machen, und mit Falschinformationen, die sie nicht beurteilen können. Deswegen gibt es eine ständige Kooperation mit Safer Internet. Barbara Buchegger ist die führende österreichische Expertin für das Thema „Kinder und Internet“. Deshalb ist sie in „Space“ (sowie in „Mein Express“ und in „Spot“) in jeder Ausgabe vertreten.

Für das Lesen längerer Texte in der Stunde, für die Leseaufgaben und für das Heranführen an die Literatur gibt es, als besonderes Zuckerl des Abos, das „Space“-Buch, das auf 144 Seiten Auszüge aus fünf aktuellen Jugend­büchern enthält.

Jeder von uns muss heute mehr denn je in der Lage sein, Informationen nicht nur zu lesen, sondern sie auch zu beurteilen und einzuordnen. Wir müssen skeptisch und distanziert sein, Nachrichten von Fake News unterscheiden und uns fragen: Wer hat diesen Artikel geschrieben, diese Rede gehalten – und mit welcher Absicht? Warum steht woanders genau das Gegenteil? Kritisches Lesen fördert diese Fähigkeiten. „Spot“ (ab der 7. Schulstufe) macht deshalb nicht nur die sozialen Medien und ihre Wirkungsmechanismen zum Thema. Das Magazin geht auch andere Themen aus mehreren Perspektiven an. Das braucht manchmal Platz, lässt sich nicht auf einer Doppelseite abhandeln. Deshalb gibt es in „Spot“ Schwerpunktthemen. Sie dienen auch als Grundlage für Referate. Der Versand von Unterlagen zu Referatsthemen war einmal fortschrittlich. Heute brauchen Schülerinnen und Schüler Medienkompetenz, um passende Inhalte selbst zu finden und zu bewerten, vor allem im Netz.

Textsorten sind ein weiteres Gestaltungselement. Manche Inhalte lassen sich in Grafiken und Bildern besser darstellen als im Text. Mithilfe des „Pro & Contra“ sollen Leserinnen und Leser ihre Argumente austauschen. Als Jugendmagazin braucht „Spot“ auch Beiträge zu Stars, Musik, Sport sowie kurze Texte wie die „Lifehacks“, schlau und mit einem Augenzwinkern.

Gemeinsam lesen

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Das Österreichische Jugendrotkreuz und der Österreichische Buchklub der Jugend bieten als ARGE Gemeinsam lesen Leseförderung und humanitäre Bildung für Schülerinnen und Schüler.

Informationen unter:
www.gemeinsamlesen.at

Abo-Bestellung unter:
Postfach 34
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Tel.: 01/505 17 54–43
Fax: 01/505 17 54–50
Online-Bestellung
E-Mail: bestellung@gemeinsamlesen.at

Unterrichtsimpulse

gemeinsamlesen.at unterstützt Lehrkräfte beim Einsatz der Zeitschriften und Bücher im Unterricht. In den Heften ist erkennbar, zu welchen Seiten online Unterrichtsimpulse zu finden sind. Arbeitsblätter, Leserallye, Hörbeispiele und -schulungen, Videos, weiterführende Links und Unterrichtsbausteine bieten Anregungen für die Arbeit mit den neuen Schülerzeitschriften und Büchern.

Mit QR-Codes und Short-URLs zu vielen Texten lassen sich für Lehrkräfte außerdem über das Handy bzw. den Computer einfach zusätzliche Informationen direkt im Unterricht abrufen und in diesen einbauen.

Der Papagei Sir Winston, das Maskottchen für den Bereich Englisch, ist von der 1. Schulstufe an dabei. Die entsprechenden Hörproben und English listening exercises (Sekundarstufe) werden von Native Speakern eingesprochen.

Die digitalen Unterrichtsimpulse gibt es für Lehrer/innen kostenlos zu jeder Ausgabe.

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