Digitalisierte Klassenzimmer

Von Annika Reidinger

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist ein unaufhaltbarer Prozess. Sie beeinflusst den Arbeitsalltag, erleichtert die Haushaltsführung und regelt soziale Beziehungen. Auch das Bildungssystem bleibt von den modernsten Entwicklungen nicht unberührt. Aber wie kann der Einsatz digitaler Technologien die tägliche Schulroutine unterstützen? Ein sogenannter Masterplan soll diese Frage beantworten.

Mädchen und Buben vor einem Laptop

Obwohl die Digitalisierung im schulischen Bereich einige Vorteile bereithält, führt sie auch zu grundlegenden Veränderungen für SchülerInnen und Lehrpersonal, mit denen sich das Bildungswesen gewissenhaft auseinandersetzen muss. Um den größtmöglichen Nutzen aus der Digitalisierung ziehen zu können, benötigt es einen strukturierten Plan, der das gesamte Schulsystem einbezieht. Daher hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung schon 2018 begonnen, einen Masterplan auszuarbeiten, der die einzelnen Schritte zur Umwandlung in ein digitalisiertes Klassenzimmer klar definiert.

Was sich verändern soll

Zuerst werden die Lehrpläne von Grund auf überarbeitet und sollen es somit ermöglichen, dass neue Lehr- und Lerninhalte aus dem Bereich der Digitalisierung dazu führen, dass SchülerInnen aller Schulstufen sowohl ein umfangreiches Verständnis für die sorgsame Nutzung der Technologien als auch fundierte Softwarekenntnisse erlangen.

In weiterer Folge ist es notwendig, die Schulklassen mit Geräten auszustatten, die einen einheitlichen bzw. vergleichbaren Standard aufweisen. Zusätzlich sind digitale Schultafeln sowie WLAN im gesamten Schulgebäude vorgesehen. Damit soll auch die Schuladministration vereinfacht werden.

Um die SchülerInnen in der Handhabung der Geräte einzuweisen und sie damit unterrichten zu können, sollen PädagogInnen künftig während ihrer Ausbildung bzw. durch Fort- und Weiterbildungen in dieser modernen Form der Unterrichtgestaltung ausführlich eingeschult werden.

Was ist das Ziel?

Die vollständige Umsetzung dieses Planes soll bis 2023 erfolgen und verfolgt den Zweck, die Veränderungen, die sich durch die Digitalisierung für den Schulalltag ergeben, Schritt für Schritt in das österreichische Bildungssystem einfließen zu lassen. Die Digitalisierung und der damit einhergehende technische Fortschritt sollen SchülerInnen und Lehrpersonen bestmöglich zugute kommen.